Allgemeine Informationen
Geschichte/Entwicklung/Wirtschaft
Zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert gab es in Westafrika mehrere Königreiche. Erste Kontakte mit europäischen Seefahrern entstanden ab dem 15. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kolonisierte Frankreich fast ganz Nord- und Westafrika. Senegal galt lange als französische Musterkolonie. Erst 1960 erlangte der Staat seine Unabhängigkeit. Senegal gilt als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas.
Etwa die Hälfte des insgesamt rohstoffarmen Landes wird landwirtschaftlich genutzt. Zu den Hauptexportgütern gehören Erdnüsse, Fisch und Phosphat. Der Tourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist heute viertgrößter Devisenbringer des Landes.
Senegal ist Mitglied der Westafrikanischen Währungsunion. Die Währung ist der CFA (Communauté Financière Africaine). Bis Ende 2001 war sie an den französischen Franc gekoppelt (1 FF=100 CFA). Für einen Euro gibt es demnach 650 CFA. Banken nehmen in der Regel zwei Prozent Provision.
Sprache
Amtssprache ist Französisch. Sie wird in den Schulen unterrichtet und ist die Sprache der gebildeten Oberschicht. Die weitaus verbreiteste Umgangssprache ist Wolof.
Klima
Während des ganzen Jahres herrschen tagsüber sommerliche Temperaturen. Im Landesinnern ist es insbesondere im Sommer sehr heiß. Die beste Reisezeit ist von November bis Juli.
Reisedokumente
Ein Reisepass ist für Deutsche, Österreichische und Schweizer Bürger allgemein erforderlich und muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ein Touristenvisum wird zur Zeit für einen maximal 90 Tage langen Aufenthalt nicht benötigt. Bei der Einreise muss lediglich der Reisepass vorgezeigt werden. Für Reisende mit Kindern empfiehlt sich die Mitnahme eines eigenen Reisepasses mit Lichtbild. Eine Einreise ist aber auch möglich, wenn das Kind im Reisepass eines begleitenden Elternteils eingetragen ist.
Gesundheit
Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten kommen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Gelbfieberimpfung für alle Senegal-Reisenden und sorgfältige Malariaprophylaxe. Dazu gehören eine medikamentöse Malariavorbeugung sowie gute Mückenschutzmaßnahmen.
Bezüglich des Trinkwassers sollte man ausschließlich auf Mineralwasser zurückgreifen, das es im Senegal überall in 1,5-Liter-Flaschen gibt. Als Wasser-Entkeimungsmittel ist das chlorfreie Präparat Micropur bewährt. Die Flüsse Senegal, Casamance, Saloum und Gambia River weisen noch weit flussaufwärts hohe Meeressalz-Konzentrationen auf, so dass Baden hier keine Gefahren birgt. Die Aidsraten in Senegal liegen erheblich unter denen der meisten ost- und zentralafrikanischen Staaten; Markenkondome (frz. capote) führen fast alle Apotheken.
Notrufnummern
Polizei: Tel. 17; Feuerwehr: Tel. 18. Der Serviceteil der Tageszeitung »Le Matin« enthält die Telefonnummern der Krankenhäuser in Dakar und diensthabenden Apotheken sowie die Nummern der Polizeikommissariate in allen Provinzhauptstädten.
Öffnungszeiten
Banken: Mo-Fr 8-11.30/12, 14-16/16.30 Uhr. Büros/Öffentliche Dienststellen: Mo-Fr 8/8.30-11.30/12, 14.30/15-17.30/18 Uhr. Museen: 9/10-12/12.30, 14.30/15-17.30/18 Uhr. Die Öffnungszeiten sind von Museum zu Museum etwas unterschiedlich. Montags sind die meisten Museen geschlossen. Geschäfte: Mo-Sa 8.30/9-12/12.30, 15-19/20 Uhr. Die Märkte sind zumeist bis etwa 20 Uhr geöffnet, die zahllosen als Boutique bezeichneten Klein- und Kleinstläden bis tief in die Nacht - auch an Wochenenden. Post: Mo-Fr 8/9-12/12.30, 14/14.30-17/17.30 Uhr; in den größeren Städten sind die Postämter häufig samstags von 8-12.30 Uhr geöffnet. Während des Fastenmonats Ramadan sind die Öffnungszeiten stark eingeschränkt - viele öffentliche Einrichtungen sind dann nur vormittags geöffnet. Am Freitag, dem wichtigsten Gebetstag der Muslime, wird häufig eine um etwa eine Stunde verlängerte Mittagspause eingehalten.
Diplomatische Vertretungen
D: Botschaft, Avenue Pasteur/Rue Mermoz, Dakar, Tel 8 23 25 19 oder 8 23 48 84, 8 22 52 99. A: Botschaft, 18, rue Emil Zola, Dakar, Tel. 8 49 40 00, Fax 8 22 88 19, CH: Botschaft, Rue René Ndiany/Rue Seydou Nourou Tall, Dakar, Tel. 8 23 05 90, Fax 8 22 36 57.